Ökotrophologie

Die Ökotrophologie (manchmal auch Oecotrophologie) ist in Deutschland seit ca. 50 Jahren (Mitte der 1960er) ein eigenständiges Studienfach. Es beinhaltet die Fächer Haushalts- und Ernährungswissenschaften. Schwerpunkte sind die Herstellung von Lebensmittelprodukten und deren Verteilung. Im Gegensatz zur Trophologie, der reinen Ernährungswissenschaft, beschäftigt man sich in der Ökotrophologie auch mit sozialen Aspekten im Umfeld der Ernährung.

Ökotrophologen kommen unter anderem bei der Lebensmitelkontrolle zum Einsatz.

Ökotrophologen kommen unter anderem bei der Lebensmitelkontrolle zum Einsatz.

Die Einsatzgebiete der Ökotrophologie sind vielfältig. Bei der Entwicklung neuer Lebensmittelprodukte wie auch bei der Qualitätssicherung sind Ökotrophologen im Einsatz. In hauswirtschaftlichen Großbetrieben – Einrichtungen wie Kantinen, Krankenhäusern, Heimen, Tagungsstätten, Senioren- und Kureinrichtungen – ist ihr Tätigkeitsfeld umfangreich. Neben typischen ernährungstechnischen Feldern wie Einkauf und Qualitätssicherung der Lebensmittel, Erstellung von Speiseplänen und Kontrolle von Hygienebestimmungen können es auch Bereiche wie Wirtschaftlichkeitskontrolle, Erarbeitung von Betriebsabläufen und Personalentwicklung sein.

Weitere Tätigkeitsgebiete sind Marktforschung und Fachjournalismus im Rahmen der Ernährung. Auch bei der personellen Aus- und Weiterbildung können Ökotrophologen mitwirken. In der Ökotrophologie ist neben der Generalisierung auf ein breites Tätigkeitsfeld eine Spezialisierung auf bestimmte Schwerpunkte möglich. Zum Beispiel in Richtung Ernährungs- und Diätberatung oder Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Mit einem abgeschlossenen Master- oder Bachelorstudium sind Tätigkeiten in Forschung und Lehre ebenfalls möglich. Die Ökotrophologie umfasst ein weites Feld, auch die Entwicklung neuer Lebensmittelprodukte gehört dazu. Als Food-Designer in großen Lebensmittelkonzernen kann der Ökotrophologe neue Ernährung entwerfen. Wenn das Augenmerk hierbei weniger auf Profit, sondern mehr auf Nachhaltigkeit gelegt wird, kann die Ökotrophologie ihren Teil zur Verbesserung der Welternährung beitragen. Ebenso kann positiv auf die Gesundheit der Menschen eingewirkt werden, als Ernährungsberater bei Krankenkassen zum Beispiel. Hier kommen die anfangs erwähnten sozialen Aspekte zum tragen. Die Ökotrophologie bietet engagierten Menschen die Chance, direkt auf die Verbesserung der allgemeinen Lebensumstände über den Bereich der Ernährung Einfluss zu nehmen.

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